Vom Ursprung des Jodels

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Der Jodel und das Jodellied waren früher Alleingut der Hirten und Sennen. Sie brachten damit droben in der Bergeinsamkeit ihre Freude und ihre Sorgen zum Ausdruck. Aber auch heute noch ziehen die Sennen im Frühling bei der Alpfahrt unter Jodel und Gesang mit ihren Herden auf die grünen Alpen, und im Herbst, wenn sie ins Tal zurückkehren, nehmen sie mit einem letzten Jodel und Jauchzer von ihr Abschied. Es sind sicher noch viele schöne Bräuche lebendig, und wir können nur hoffen, dass es immer wieder Idealisten gibt, die sie auch weiterhin lebendig erhalten.

Zu diesem Brauchtum gehört auch der Alpsegen. Es ist etwas Feierliches, wenn der Hirte ihn über die Alp ausruft, den Herrgott um Schutz und Hilfe vor Gefahren anfleht und dazwischen die Glocken der Herde ertönen. Aber auch bei den Alpstubeten und vorallem an der Sennechilbi, wo beim Schwingen und Hornussen fröhliche Jodelgesänge erklingen, da ist der Senne und Hirte so richtig in seinem Element. Mit Recht schrieb der bekannte Jodelliederkomponist A.L. Gassmann: "Wo Schweizer Berge sind, da wird gejodelt, da ist das Jodellied daheim".